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Warum 2020?

Silvester 2019: Mike und ich waren mit Freunden zusammen, wir haben lecker gegessen, Spiele gespielt und gefeiert. Die Aussicht um 0.00 Uhr auf dem Balkon meiner Freundin war genial, wir konnten das Feuerwerk über München beobachten. Voller Euphorie sagten wir:

„2020 das wird ein geiles Jahr!“

„2020 wird Veränderung bringen, eine neue Dekade steht an, let’s go!“

„2020 was für eine Hammer Zahl, wir werden das beste Jahr haben und die neue Dekade wird mega!“

 

*Schallplattenkratzergeräusch*

 

Äh nö! Schlicht und einfach nö! Das war ja jetzt wohl die grösste Verarsche überhaupt. Naja wobei es hat ja keiner gesagt, dass es mega wird, wir haben uns das einfach eingeredet, weil wir eben Bock drauf hatten.

 

Mein Leben und das aller anderen wurde von diesem kleinen Virus mit seinem Krönchen auf dem Kopf völlig aus den Angeln gehoben. Ich komme mir manchmal vor wie so ein Figürchen beim Monopoly Spiel:

"Gehe in das Gefängnis. Begib Dich direkt dorthin. Gehe nicht über Los. Ziehe nicht DM 4000 ein“

Da sitzt man nun in seinem Gedankengefängnis und grübelt warum das alles passiert ist dieses Jahr. Warum in der ganze Welt? 

 

Ich beschäftige mich seit 20 Jahren mit Spiritualität, lese viele Bücher darüber und besuche regelmäßig Workshops & Seminare. Als ich die Musicalausbildung als 20 jährige angefangen habe, hat meine Dozentin für Sprecherziehung mir das Buch „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsh ans Herz gelegt. Ein wirklich faszinierendes Buch. Ich finde es ist ein schöner Einstieg in das Thema Spiritualität. Ich denke meine Dozentin wollte mich darauf aufmerksam machen, dass ich als Künstlerin immer auf der Suche nach meiner Identität sein werde, im Inneren und im Außen. Denn um Rollen auf der Bühne oder im TV darzustellen, musst Du dich mit dir selbst auseinander setzen, es kommen Fragen auf und nicht alle können so einfach beantwortet werden. Aber Spiritualität kann helfen sich zu reflektieren und hilft Antworten zu finden. Mir hat es geholfen mich weiter zu entwicklen, mich besser kennenzulernen und zu erkennen, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als wir mit dem logischen Verstand verstehen können.

 

Als es los ging im März 2020 saß ich geschockt in New York City. Wie sich das angefühlt hat kannst du hier nachlesen. Mir kam sofort folgender Gedanke: davon haben sie alle gesprochen! In vielen spirituellen Büchern wird immer wieder gesprochen von einem neuen Zeitalter, einer große Veränderung, dem Erwachen des Bewusstseins aller Menschen und der Aufstieg in eine neue Dimension. Ich weiß das klingt jetzt etwas sehr esoterisch, aber ich werde es erklären! 

 

Unterm Strich erzählen fast alle spirituellen Bücher die ich gelesen habe von einer bevorstehenden Bewusstseinserweiterung. Wie sie stattfinden wird war nicht so wirklich klar. Aber es war klar, dass sie kommen wird und wir alle erkennen werden, dass es so wie es bisher lief nicht mehr weiter gehen kann. Es wurde oft beschrieben, dass alte Systeme zerbrechen müssen um Platz für neue zu schaffen, dass viel Korruption und Betrug an die Oberfläche kommt. Weg von Macht, Gier und dem Ego hin zu Empathie, Gemeinschaft und Fairness. Das das Universum eine Pandemie ausgesucht hat als Vehikel für Veränderung, das war schon ein fast genialer Schachzug. Denn diese Krise kann nur miteinander überwunden werden durch Empathie und Zusammenhalt. Und jeder darf erkennen, wie viele Bereiche z.B. Regierung, Gesundheitssektor und Schulbildung auf einmal zusammenbrechen bzw. schnell an Grenzen stoßen.

 

Wir dürfen alle aufwachen und erkennen, das wir alle Teil eines Ganzen sind, dass jeder von uns seinen Teil dazu beiträgt die Welt besser und liebevoller zu machen.

Und leider wacht man nur von einem Alptraum auf, nicht von einem schönen Urlaubstraum am Strand.

Wir dürfen alle unser eigenes Leben überprüfen, was passt noch zu uns, was macht uns eigentlich glücklich wenn man die äußere Ablenkung wegnimmt.

 

Ich hoffe und glaube viele Menschen merken, dass die wirklich wichtigen Dinge kein Geld kosten und wir sie leider nicht mehr wertgeschätzt haben. Liebe, Fürsorge, Zusammenhalt, Fairness, Empathie, Gerechtigkeit usw. kann jeder Mensch in diese Welt tragen, wenn er möchte. Wir haben uns blenden lassen von größer, weiter, höher und schneller. Aber den Virus interessiert nicht ob du 10, 100 oder 1 Mio Euro auf dem Konto hast. Vor ihm sind wir alle gleich verletzlich.

 

Das Jahr ist schwer und schwierig, wir müssen die kleinen Dinge im Alltag wieder finden die uns Freude bringen. Und die verstecken sich manchem echt sehr gut! Wir müssen auf vieles verzichten und sind extrem eingeschränkt. Für manche Menschen ist dieser Zustand aber normal, in dem Land oder der Gesellschaft in der sie wohnen, sie haben nicht dieselben Freiheiten wie wir. Vielleicht vor allem Frauen haben nicht sie selbe Freiheit die wir genießen. Wir spüren endlich Mitgefühl, da auch wir uns plötzlich einschränken müssen.

 

Eine weitere extrem spannende Sache ist die Astrologie für dieses Jahr. Ich kenne mich echt nicht gut damit aus, habe mich jedoch etwas belesen und das ist alles schön gruselig. Aber irgendwie lässt sich auch dadurch etwas erklären:

Saturn/Pluto/Jupiter-Verbindungen sind Konstellationen die in 2020 vorhanden waren. Solche Konstellationen waren auch bei anderen großen Pandemien am Sternenhimmel:

-Die Pest im Jahre 1720.

-Die spanische Grippe im Jahre 1920.

-Aids, im Jahre 1980.

-Corona, im Jahre 2020.

 

Viele verschiedene Astrologie Seiten erklären, dass es die selben Planeten waren die zueinander standen als Krankheiten in der Vergangenheit die Erde beherrschen. Ist das nicht eine seltsamer Zufall? Ihr könnt das selbst nachlesen online wenn es euch näher interessiert. 

Ein weiterer spannender Punkt ist am 21.12.2020 kurz vor Weihnachten. Der Stern von Bethlehem ist nach 400 Jahren wieder zu sehen. Saturn und Jupiter kommen sich so nahe, dass sie aussehen wie ein großer leuchtender Stern. Das letzte Mal waren beide Planeten 1623 so nah beieinander. Spirituell ist das ein besonderer Tag. Es ist ein guter Tag um zu meditieren und deine Wünsche in das Universum zu schicken. 

 

Ich bin kein Astrofreak, ich finde es jedoch faszinierend, dass die Sterne irgendwie zu dem passen, was in der Welt gerade passiert. Vielleicht hat es ja doch alles einen grösseren Sinn?

 

Das all das Leid und die Herausforderungen einfach so passieren, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Ich glaube daran, dass wir uns jetzt auf eine neue Zeit freuen dürfen. Die wir aktiv mit gestalten sollen. Und wir können das, wenn viele mit machen, kann man die Welt verändern wie man es dieses Jahr bei der US Wahl gesehen hat. Ich denke wir wollen alle eine gerechtere und liebevollere Welt haben. Nur haben wir in den letzten Jahrzehnten einfach nur zugeschaut anstatt aktiv zu sein. Wir müssen füreinander einstehen und auch mal sagen was wir ok finden und was nicht.

Hey ich habe dieses Jahr zum ersten mal in meinem Leben demonstriert!

Ja! Für Künstler die in Deutschland einfach mal komplett ignoriert wurden und kaum Unterstützung finanziell bekommen haben. Auch ich habe gemerkt, dass ich mich selbst oft klein gemacht habe (ich bin ja nur Schauspielerin) und das ich bei mir anfangen muss meinen Beruf klar und deutlich in der Gesellschaft zu verankern, damit auch andere die Kunst als vollwertigen Beruf annehmen. Und nicht als Hobby mit dem man ein bisschen Geld verdient. Die Wertschätzung fängt bei mir selbst an wenn ich sie von der Gesellschaft zurück bekommen möchte. Hätte es dieses Jahr keine Musik und Netflix gegeben wären viele gelangweilt zu Hause gesessen. So darf jeder überprüfen was er denkt und fühlt gegenüber sich selbst und den Mitmenschen in unserer Gesellschaft. 

 

Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig inspirieren diese Krise auch als Chance für uns alle zu sehen. Es gelingt mir nicht ständig, ich habe auch Zeiten wo ich einfach nur aus der Haut fahren möchte, weil es alles unfassbar frustrierend ist. Es ist eine nicht endende Achterbahnfahrt. Denk dran, Arme hoch, schreien wenn du magst und trotzdem den Wind in den Haaren genießen. 

 

Wir sind gefordert, wir werden uns verändern und damit unsere Außenwelt. Ich verlinke Euch in einem separaten Blog Post noch meine spirituellen Lieblingsbücher. Wir haben ja jetzt ein wenig Zeit in uns zu gehen diesen Winter und vielleicht ist ein Buch dabei, dass dich anspricht. Hier geht’s zum Post

 

Bleibt optimistisch, macht Eurem Ärger auch mal Luft und seit vor allem lieb zu Euch selbst.

 

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